Ministerin: «Denkmale sind unser kulturelles Gedächtnis»

Ministerin: «Denkmale sind unser kulturelles Gedächtnis»

Brandenburg ist reich an historischen Parkanlagen, Schlössern und archäologischen Fundstätten. Kulturministerin Münch würdigt das Engagement der Bürger für das Kulturerbe.

Martina Münch (SPD)

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Martina Münch (SPD). Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) hat den Tag des offenen Denkmals als wichtigen Beitrag zum Erhalt des Kulturerbes im Land gewürdigt. «Es sind nicht nur die prächtigen Parkanlagen und die herrschaftlichen Schlösser aus der Blütezeit Preußens, die unsere Denkmallandschaft ausmachen - dazu gehören auch imposante Kirchengebäude, alte Industrieanlagen, aufgegebene Ölmühlen, frühere Brauereien und archäologische Stätten», sagte Münch am Sonntag zum Auftakt des Denkmal-Tages. «Sie sind unser kulturelles Gedächtnis, das es zu bewahren gilt.» Nach Ministeriumsangaben sind in Brandenburg neben rund 13 000 Bau-, Garten- und technischen Denkmalen auch 10 000 Bodendenkmale eingetragen und mehr als 30 000 archäologische Fundstellen registriert.
Münch dankte den zahlreichen Vereinen, Förderkreisen und Privatpersonen, die sich mit Leidenschaft und Beharrlichkeit für den Erhalt historischer Bausubstanz einsetzen. Das Land unterstütze dieses Engagement mit jährlich 1,5 Millionen Euro, sagte die Ministerin.
Seit 1993 werden bundesweit jährlich am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht zugänglich sind, für Besucher geöffnet. In Brandenburg konnten am Sonntag mehr als 300 historische Gebäude besichtigt werden. Unter dem Motto «Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur» standen den Besuchern alte Mühlen, Kirchen, Gutshäuser und Industriedenkmäler offen, wie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung mitteilte.
So konnte etwa in Sieversdorf-Hohenofen (Kreis Ostprignitz-Ruppin) die Patent-Papierfabrik besichtigt werden: Dabei wurde der Produktionsablauf vom Lumpen bis zur fertigen Papierrolle gezeigt. In Finsterwalde (Kreis Elbe-Elster) war die Zigarrenfabrik geöffnet und in Beelitz (Kreis Potsdam-Mittelmark) konnten Interessierte das Heizkraftwerk der Heilstätten erkunden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 8. September 2019 13:20 Uhr

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