Mit Musikfilm «Crescendo»: Jüdisches Filmfestival beginnt

Mit Musikfilm «Crescendo»: Jüdisches Filmfestival beginnt

Seit einem Vierteljahrhundert gibt es das Jüdische Filmfestival in Berlin und Brandenburg. Gezeigt wird diesmal der neue Film eines «Toni Erdmann»-Stars - und eine Hommage an einen bekannten Mann.

Festivalleiterin Nicola Galliner

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Festivalleiterin Nicola Galliner spricht anlässlich des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg 2016.

Mit dem Musikfilm «Crescendo» beginnt am Wochenende das Jüdische Filmfestival Berlin/Brandenburg. Zur Eröffnung am Sonntagabend werden Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, in Potsdam erwartet. Bis zum 17. September sind rund 50 Filme in verschiedenen Kinos zu sehen.
Schauspieler Peter Simonischek («Toni Erdmann», «Kursk») soll ebenfalls kommen. Er spielt in «Crescendo #makemusicnotwar» den Dirigenten eines israelisch-palästinensischen Jugendorchesters. Der Spielfilm wurde von CCC Filmkunst produziert, der Firma von Artur Brauner. Der Filmmogul war im Juli im Alter von 100 Jahren gestorben.
Das Festival will zur Erinnerung an den Holocaust-Überlebenden Brauner seinen Film «Morituri» zeigen. Seine Tochter Alice Brauner hat den neuen Film «Crescendo» produziert. Auf der Gästeliste des Festivals stehen in diesem Jahr unter anderem Sänger Max Raabe und die Schauspielerinnen Eva Mattes und Hanna Schygulla, wie die Veranstalter vorab mitteilten.
Das Festival gibt es seit 1995 - es findet nun zum 25. Mal statt. Das Motto lautet diesmal «Celebration». Von Anfang an sei es darum gegangen, «den Facettenreichtum des israelischen Alltags und des jüdischen Lebens jenseits von Klischees und Stereotypen zu zeigen und sich gleichzeitig aktiv offenem und verstecktem Antisemitismus zu widersetzen», hatte Festivaldirektorin Nicola Galliner mitgeteilt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. September 2019 10:05 Uhr

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