AfD will «keine Sonderrolle» im Brandenburger Landtag

AfD will «keine Sonderrolle» im Brandenburger Landtag

Die AfD setzt nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl in Brandenburg nach eigenen Angaben auf ein Miteinander mit den anderen Parteien. «Die AfD will keine Sonderrolle», sagte AfD-Landesgeschäftsführer Lars Hünich am Montag in Potsdam. «Wir sind jetzt hier ein bunt gemischter Haufen und müssen irgendwie miteinander klarkommen.» Es könne im Landtag «nur miteinander gehen». Er warf den anderen Parteien zugleich vor, sie machten viele Fehler, weil sie die Menschen nicht mehr ernst nähmen. Die Aufgabe der AfD sei es, die 23,5 Prozent der Wähler zu vertreten, die für sie gestimmt hätten und ihre Sorgen und Nöte einzubringen. Die AfD setze sich für geringere Hürden für Volksbescheide und Volksbegehren und für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Schüler und Azubis ein.

Lars Hünich

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Lars Hünich, Landesgeschäftsführer der AfD Brandenburg, spricht auf einer Pressekonferenz nach der Landtagswahl. Foto: Monika Skolimowska

Bei der Landtagswahl am Sonntag wurde die SPD trotz Einbußen wieder stärkste Kraft und kam auf 26,2 Prozent vor der AfD, die mit großen Zuwächsen 23,5 Prozent erzielte. Die CDU stürzte auf 15,6 Prozent ab, Die Linke auf 10,7 Prozent. Die Grünen verbesserten sich auf 10,8 Prozent, die Freien Wähler übersprangen die Fünf-Prozent-Hürde und kamen auf 5,0 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. September 2019 14:20 Uhr

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