Landtagswahl Brandenburg: Spitzenkandidaten geben Stimme ab

Landtagswahl Brandenburg: Spitzenkandidaten geben Stimme ab

Der Ausgang der Landtagswahl in Brandenburg ist offen - SPD und AfD liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Brandenburgs Ministerpräsident zeigt sich zuversichtlich. Am Vormittag gingen alle Spitzenkandidaten wählen.

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, wirft neben seiner Frau Susanne und seiner Tochter Luise seinen Stimmzettel für die Landtagswahl in Brandenburg in die Wahlurne. Foto: Michael Kappeler

Potsdam (dpa/bb) - Bei der Landtagswahl haben Brandenburgs Spitzenkandidaten am Sonntag ihre Stimme abgegeben. Ministerpräsident Dietmar Woidke, Spitzenkandidat der SPD, wählte in Forst (Spree-Neiße). Er kam am Vormittag in Begleitung seiner Frau Susanne und von Tochter Luise in das Wahllokal in einer Grundschule der Stadt. «Meine Stimmung ist gut, wir haben einen intensiven Wahlkampf geführt in Brandenburg und ich habe, nicht nur was die Umfragen betrifft, sondern auch insgesamt, ein sehr, sehr gutes Gefühl und glaube, dass wir heute Abend die Nase vorn haben werden», sagte Woidke nach der Stimmabgabe. CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben füllte in der Gemeinde Schwarzbach (Oberspreewald-Lausitz) seinen Stimmzettel aus.
Die beiden grünen Spitzenkandidaten, Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke, gaben am Mittag ihre Stimme ab. Nonnemacher wählte in Falkensee (Havelland), Raschke in einer Grundschule in Schönwald (Dahme-Spreewald). Dort hatten Wahlhelfer auch eine Kinderwahlurne aufgestellt. Die Kinder, die ihre Eltern zur Stimmabgabe begleiteten, konnten bei Käse oder Wurst ihre Kreuzchen machen.
Die Spitzenkandidatin der Linken, Kathrin Dannenberg, wählte in Begleitung ihres Mannes Mario in Calau (Oberspreewald-Lausitz). FDP-Spitzenkandidat Hans-Peter Goetz und seine Frau Birte steckten in Teltow (Potsdam-Mittelmark) ihre Stimmzettel in die Wahlurne. Die AfD teilte nicht mit, wo ihr Spitzenkandidat Andreas Kalbitz seine Stimme abgab.
In der letzten Umfrage vor der Wahl, dem ZDF-«Politbarometer», lag die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke mit 22 Prozent vorn. Sie legte im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu. Die AfD kam knapp dahinter auf 21 Prozent, sie gewann ebenfalls einen Punkt. Die CDU erreichte 16,5 Prozent und verlor somit 1,5 Punkte. Die Grünen schoben sich in der Umfrage vor die Linke und kamen auf 14,5 Prozent. Die Linke lag unverändert bei 14 Prozent, die FDP weiter bei 5 Prozent, die Freien Wähler erreichten 4 Prozent. Damit hätte die rot-rote Koalition keine Mehrheit mehr, ein rot-grün-rotes Bündnis wäre allerdings möglich.
Rund 2,1 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, das Parlament für die nächsten fünf Jahre zu wählen. Insgesamt traten 11 Parteien an, auf den Landeslisten stehen die Namen von 416 Bewerbern. Die Wähler dürfen zwei Kreuze machen. Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat im jeweiligen Wahlkreis gewählt, mit der Zweitstimme oder Landesstimme eine Partei. Die Wahlberechtigung gilt - anders als in Sachsen, wo am Sonntag ebenfalls gewählt wird - ab 16 Jahren. Bis zum Abend können die Brandenburger ihre Stimme abgeben, die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. September 2019 13:30 Uhr

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