Blinklichter an Windrädern werden teilweise ausgeschaltet

Blinklichter an Windrädern werden teilweise ausgeschaltet

Für zwei Stunden gehen am Donnerstagabend in der nördlichen Uckermark die roten Blinklichter an den Windenergieanlagen testweise aus. Künftig sollen die Anlagen nachts nur noch bei tatsächlichem Bedarf blinken, teilte das Energieunternehmen Enertrag am Mittwoch mit. Ziel sei, die Akzeptanz für die Windenergie in der Bevölkerung und den Kommunen zu stärken, sagte Enertrag-Vorstandsvorsitzender Jörg Müller. Bürger kritisieren das nächtliche Blinken.

Windräder vor Vollmond

© dpa

Rote Markierungslichter blinken an einer Windkraftanlage vor dem Nachthimmel. Foto: Jens Büttner/Archivbild

Nur wenn sich ein Flugzeug den Anlagen auf 4000 Meter und in einer Höhe von unter 600 Meter nähert, sollen sich die Lichter wieder einschalten. Das System Dark Sky könne jede Flugbewegung in 25 Kilometer im Umkreis um jede der beiden Radarstationen erfassen, die Flugroute bestimmen und die Anlagen steuern, damit sie für Piloten sichtbar seien.
Für die Weiterleitung der Signale werden bestehende Netze und Internetverbindungen genutzt. Es müsse sichergestellt werden, dass das Signal der Radarsensoren innerhalb weniger Sekunden an allen angeschlossenen Befeuerungsanlagen ankomme, sagte Thomas Herrholz, Geschäftsführer von Dark Sky.
Im September sollen denn Testflüge der Deutschen Flugsicherung beginnen. Wenn alles funktioniert, werden weitere Anlagen eingebunden. Betreiber von Windkraftanlagen können sich nach den Angaben an Dark Sky anschließen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. August 2019 15:40 Uhr

Weitere Meldungen