CDU-Chefin sieht enges Rennen zur Brandenburg-Wahl

CDU-Chefin sieht enges Rennen zur Brandenburg-Wahl

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer räumt ihrer Partei wenige Tage vor der Landtagswahl in Brandenburg noch Chancen auf einen Erfolg ein. «Das ist ein ganz enges Rennen - und deswegen geht’s um jede Stimme», sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bernau bei Berlin. Sie machte der CDU Mut, die in einer neuen Umfrage hinter AfD und SPD liegt. «Wenn man den Abstand sich heute betrachtet, dann geht es im Grunde genommen um zwei Prozent.» Es gehe darum, selbst zwei Prozentpunkte zuzulegen und den anderen zwei Prozentpunkte abzunehmen. «Dann sieht die Welt wieder ganz anders aus.»

Kramp-Karrenbauer spricht mit Daniel Sauer (beide CDU)

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Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht neben Daniel Sauer (CDU) bei einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei. Foto: Jörg Carstensen

Am 1. September sind rund zwei Millionen Brandenburger zur Wahl aufgerufen. Im Brandenburg-Trend des Instituts Infratest dimap für die ARD-«Tagesthemen», die am Donnerstag veröffentlicht wurde, kamen AfD und SPD jeweils auf 22 Prozent. Die CDU erreichte 18 Prozent, die Linke 15 Prozent und die Grünen wurden von 12 Prozent genannt. Für die SPD war das ein Plus von vier Punkten im Vergleich zur Juni-Umfrage, für AfD, CDU und Linke je ein Plus von einem Punkt, während die Grünen um fünf Punkte einbrachen. Die FDP kam unverändert auf 5 Prozent und die Freien Wähler erreichten 4 Prozent.
Kramp-Karrenbauer gab das Ziel aus, die CDU solle in Brandenburg so stark werden, dass es «eine ordentliche Landesregierung» geben könne. Sie äußerte sich nicht über mögliche Koalitionsoptionen. Mitte August hatte sie ihre ablehnende Haltung eines möglichen Bündnisses der CDU mit der Linken bekräftigt und auf einen Beschluss des CDU-Bundesparteitags von 2018 verwiesen, Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der Linken und der AfD abzulehnen. Brandenburgs CDU-Landeschef Ingo Senftleben schließt eine Regierung mit der AfD aus. Er strebt keine Regierung mit der Linken an, schließt sie aber nicht komplett aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. August 2019 21:10 Uhr

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