Mehrere Ursachen für Fischsterben in der Schwarzen Elster

Mehrere Ursachen für Fischsterben in der Schwarzen Elster

Für das Fischsterben in der Schwarzen Elster zwischen Plessa und Wahrenbrück (Elbe-Elster) Ende Juni gibt es laut Umweltministerium in Potsdam gleich mehrere Ursachen. Die Rahmenbedingungen für die Probleme auf einer Gewässerlänge von etwa 25 Kilometern hätte das zweite extreme Trockenjahr in Folge geliefert, teilte das Ministerium auf eine Anfrage aus der Linke-Landtagsfraktion mit. Unter anderem hätten niedrige Abflussmengen und hohe Temperaturen die negativen Folgen des Baus der Eugal-Erdgastrasse begünstigt.

Schwarze Elster

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Ein Schild mit der Aufschrift «Schwarze Elster». Foto: Tino Plunert/Archivbild

Die der Schwarzen Elster zufließenden Gewässer seien durch den Bergbau stark versauert. In normalen Zeiten könne das ph-neutrale Wasser der Schwarzen-Elster diesen Zufluss kompensieren, erklärt das Ministerium. Seit Jahresbeginn jedoch seien durch die Absenkung des Grundwassers an den Eugal-Baustellen zusätzlich drei Millionen Kubikmeter überwiegend saures Grundwasser in den Fluss gelangt.  
Um den Abfluss aus der Schwarzen Elster zu beschleunigen, habe die länderübergreifende Arbeitsgruppe «Extremsituation» Mitte Juli Sofortmaßnahmen festgelegt: Unter anderem wird dem Fluss Wasser aus der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza zugeführt und unterhalb der Rainitzamündung wird Kraut beseitigt. Außerdem soll dem einzuleitenden Grundwasser Eisen entzogen werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. August 2019 16:30 Uhr

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