Studie: Anteil von Schulabgängern ohne Abschluss gestiegen

Studie: Anteil von Schulabgängern ohne Abschluss gestiegen

In Brandenburg ist der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss gestiegen. 2015 waren es 7,15 Prozent, 2017 dann 7,88 Prozent. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Caritas hervor. Die höchste Quote bundesweit hatte Berlin mit 11,7 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag laut Studie im Jahr 2017 bei 6,9 Prozent, nach 5,9 zwei Jahre zuvor. Betroffen waren in Deutschland mehr als 52 000 Jugendliche.

«Die weiter hohe Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss ihre Schullaufbahn beenden, macht uns große Sorgen», sagte Eva Maria Welskop-Deffaa vom Vorstand des Deutschen Caritasverbandes zu der Studie. Viele der Betroffenen sehe man in den nächsten Jahren wieder, «beispielsweise in der Allgemeinen Sozialberatung, in der Schwangerenberatung oder aber in der Schuldnerberatung».
Ein Grund für den Anstieg der Zahlen sei die Zuwanderung. Für viele zugewanderte Jugendliche sei es schwer, gleichzeitig die Sprache zu lernen und einen Schulabschluss zu erlangen. Auch sei die schulische Vorbildung der Jugendlichen sehr unterschiedlich. Für ihre «Bildungschancen-Studie» wertet die Caritas Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Juli 2019 17:20 Uhr

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