Cottbus erhöht Sicherheitsvorkehrungen im Rathaus

Cottbus erhöht Sicherheitsvorkehrungen im Rathaus

Die Stadt Cottbus hat ihre Sicherheitsvorkehrungen in den Rathausgebäuden hochgefahren. «Es gab jetzt keinen konkreten Vorfall», sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann am Freitag. Aber ein Mann, der Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) vor längerer Zeit bedroht habe, sei zu einer Gerichtsanhörung nicht erschienen. Deshalb seien das Rathaus und das Technische Rathaus seit Mittwoch nur über die Haupteingänge zu erreichen und ein Wachschutz sei präsent. «Daher haben wir die Sicherheit hochgefahren.» Damit sollten der Oberbürgermeister, die Mitarbeiter und die Bürger geschützt werden. Der Mann wurde laut Sprecher am Mittwoch von der Polizei aufgegriffen. Er sei psychisch krank. Die «Lausitzer Rundschau» hatte am Freitag darüber berichtet.

Nähere Angaben zu der Bedrohung des Mannes machte die Stadt nicht. OB Kelch hatte Hassmails und Morddrohungen bekommen, als er vor zwei Jahren nach dem Mord an einer Rentnerin durch einen Syrer dazu aufrief, Ruhe zu bewahren. Zu den Gründen für erhöhte Sicherheitsvorkehrungen zählen nach Angaben des Stadtsprechers auch, dass im Juni dieses Jahres ein Mann eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit in Cottbus bedroht und mit einem Messer angegriffen hatte. Zudem soll im Juni ein Rechtsextremist den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) mit einem Kopfschuss getötet haben. Cottbus gilt beim Verfassungsschutz Brandenburg als «Hotspot» des Rechtsextremismus im Land.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Juli 2019 15:50 Uhr

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