Rechtsstreit um Burg Rheinfels geht weiter: Berufung

Rechtsstreit um Burg Rheinfels geht weiter: Berufung

Der Chef des Hauses Hohenzollern hat im Rechtsstreit um die Burg Rheinfels Berufung eingelegt. Dies teilte der Anwalt von Georg Friedrich Prinz von Preußen, Markus Hennig, am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Und fügte hinzu: «Wir stehen jedoch jederzeit für Vergleichsgespräche zur Verfügung.» Der Prinz von Preußen fordert die Burg Rheinfels als einstigen Familienbesitz hoch über St. Goar am Rhein zurück. Vor dem Landgericht Koblenz war seine Klage vor einem Monat abgewiesen worden. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers lebt in Potsdam.

Burg Rheinfels

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Besucher gehen über eine Brücke auf das Gelände der Burg Rheinfels. Foto: Thomas Frey/Archivbild

Der Hohenzollern-Chef hatte das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt St. Goar und das Burghotel verklagt. Die Burg Rheinfels war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz des Hauses Hohenzollern. 1924 wurde die Stadt St. Goar Eigentümerin, mit der Auflage, das Gemäuer nicht zu verkaufen. 1998 schloss sie mit dem Hotel neben der Burgruine einen Erbpachtvertrag für 99 Jahre - mit der Option auf eine ebenso lange Verlängerung. Der Prinz argumentierte, dieser Vertrag komme einem Verkauf gleich - der eigentlich untersagt sei.
Das Gericht urteilte, die Burgruine sei nach dem Untergang des Kaiserreichs als «gebundenes Sondervermögen» und somit nicht als Privatvermögen der Hohenzollern-Familie an die damalige preußische Krongutsverwaltung gegangen. Nur diese habe damit bei der Übertragung der Burg Rheinfels auf die Stadt St. Goar ein Rücktrittsrecht bei Verstößen gegen den Denkmalschutz oder einem Verkauf bekommen, um die Ruine als Kulturdenkmal zu erhalten. Damit hätte die Burg nicht wieder in die Hände der Hohenzollern-Familie, sondern allenfalls in das Eigentum des preußischen Staats fallen können. Dessen Rechtsnachfolger ist in diesem Fall das Land Rheinland-Pfalz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. Juli 2019 15:40 Uhr

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