AfD-Landeschef verteidigt Wende-Kampagne

AfD-Landeschef verteidigt Wende-Kampagne

Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz hat die Kampagne seiner Partei im Osten für eine «Wende 2.0» zur Landtagswahl am 1. September verteidigt. «Meine Mutter ist in Pritzwalk groß geworden, hat in der DDR in Görlitz studiert und ist dann geflohen», sagte der gebürtige Münchner der «Märkischen Oderzeitung» aus Frankfurt (Oder) (Montag) auf die Frage, ob jetzt Westdeutsche die ostdeutsche Geschichte vereinnahmen. «Für uns war die Teilung immer sehr präsent.» Kalbitz hatte beim Wahlkampfauftakt der AfD Brandenburg in Cottbus vor gut einer Woche mit Thüringens AfD-Chef Björn Höcke - ebenfalls aus Westdeutschland - für das Wahlkampfmotto «Wende 2.0» geworben.

Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz

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Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

Der Brandenburger AfD-Landesvorsitzende will nach eigenen Angaben nicht an die Spitze der Partei: «Ich glaube, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht als ausgleichend genug wahrgenommen werde», sagte er der Zeitung. Es braucht jemand, der integrierend wirken kann und so auch von den West-Verbänden wahrgenommen wird. Es muss nicht unbedingt ein «Flügel»-Mann sein.» Kalbitz gehört wie Höcke zum rechtsnationalen Flügel der AfD, der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als «Verdachtsfall» im Bereich Rechtsextremismus eingestuft wird. Im Herbst wählt die AfD einen neuen Bundesvorstand.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juli 2019 13:00 Uhr

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