Brandenburg stockte Fördersumme für Musikfestivals auf

Brandenburg stockte Fördersumme für Musikfestivals auf

Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) spielte gern Flöte und komponierte auch einige Werke. Zu Gehör brachte er sie jedoch nur im privaten Rahmen. Heute gibt es in Brandenburg etwa 50 Musikfestivals. Zehntausende Besucher kommen.

Potsdam (dpa/bb) - Orgelkonzerte, Sängerfeste, Opern im Ambiente historischer Gärten oder Rock und Jazz: Musikliebhaber kommen in Brandenburg das ganze Jahr über auf ihre Kosten. Etwa 50 Festivals erwarten die Besucher zwischen Oder und Elbe. Sie spielen eine wichtige Rolle im kulturellen Leben des Landes und werden auch von der öffentlichen Hand gefördert. Seit Anfang des Jahres wurde die Fördersumme auf 725 000 Euro aufgestockt, teilte das Kunstministerium mit. Bis Ende 2018 standen jährlich rund 500 000 Euro bereit, hieß es auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Michael Koch.
«Leider gibt es bei den Förderzusagen immer wieder große Enttäuschungen», betonte Koch. «Wir erwarten, dass die Fördermittelvergabe durch Landkreise und Kommunen zukünftig transparenter erfolgt», sagte er. Bisher habe das Ministerium nicht ausreichend dafür gesorgt, dass für die Festivalbetreiber klare Kriterien ersichtlich waren oder nach welchen Maßstäben hier die Zusagen erfolgten.
Bei der Förderung von Musik-Events durch das Ministerium werden Schwerpunkte wie kulturelle Bildung, regionale Identität, Bedeutung für den Kulturtourismus, Aspekte der Innovation oder bürgerschaftliches Engagement berücksichtigt.
Die höchste Fördersumme erhalten in diesem Jahr die Musikfestspiele Potsdam mit 376 000 Euro. 25 000 Euro gehen an den Choriner Musiksommer, der bereits im 56. Jahr läuft. Der brandenburgische Rockmusikverband kann insgesamt 18 700 Euro für den Landesrockwettbewerb, den Angermünder Contest und Rock im Park verwenden. Auch die Landkreise fördern musikalische Veranstaltungen. Die Uckermark stellt 50 000 Euro für die Uckermärkischen Festwochen bereit. Für den Prignitzsommer kommen vom Landkreis 13 000 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. Juli 2019 09:10 Uhr

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