Unis in Frankfurt und Potsdam nehmen bedrohte Forscher auf

Unis in Frankfurt und Potsdam nehmen bedrohte Forscher auf

Die Universitäten in Frankfurt (Oder) und in Potsdam können mit Hilfe eines Stipendiums gefährdete Wissenschaftler bei sich aufnehmen. Das teilten beide Lehranstalten am Dienstag mit. Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt könne ab Oktober 2019 für zwei Jahre einen Wissenschaftler bei sich forschen lassen. Der Literaturwissenschaftler hatte in Deutschland Asyl erhalten, nachdem er mit seiner Familie aus der Türkei fliehen musste.

Auch die Universität Potsdam hat die Möglichkeit erhalten, gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Stipendien aufzunehmen. Bereits ab Juli 2019 soll eine in ihrer Heimat bedrohte Forscherin an der Humanwissenschaftlichen sowie an der Philosophischen Fakultät für zwei Jahre als Stipendiatin arbeiten. Ein weiterer Forscher soll an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät tätig sein.
Die insgesamt 38 Stipendien werden von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben. Die sogenannten Philipp Schwartz-Stipendien gehen an Forscherinnen und Forscher, die Schutz in Deutschland suchen, weil ihnen in ihren Heimatländern Krieg oder Verfolgung drohen. Insgesamt hatten sich 56 Hochschulen und Forschungseinrichtungen beworben, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufnehmen wollten.
Die Universitäten beider Städte engagieren sich seit 2017 für den Schutz von Forscherinnen und Forschern und wollen damit nach eigenen Angaben ein Zeichen für die Wissenschaftsfreiheit setzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 25. Juni 2019 17:20 Uhr

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