Linke gegen Einschränkung von Leistungen für Waldbesitzer

Linke gegen Einschränkung von Leistungen für Waldbesitzer

Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag wendet sich gegen die geplante Einschränkung von Dienstleistungen des Landesforstbetriebs. Es gebe «die Notwendigkeit, dass man hier weitere Schritte unternehmen muss», sagte Linksfraktionschef Ralf Christoffers am Dienstag in Potsdam mit Blick auf die Zeit nach der Landtagswahl. «Wir wollen, dass der Staat auch weiter in der Fläche bleibt.» Wegen Stellenstreichungen soll es ab 2020 keine gebührenpflichtigen Dienstleistungen mehr für Waldflächen geben, die größer als zehn Hektar sind. Dabei geht es etwa um die Holzernte, aber auch um Vorsorge gegen Waldbrände.

Ralf Christoffers

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Ralf Christoffers, Fraktionsvorsitzender der Linken im Brandenburger Landtag. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Die rund 100 000 Waldbesitzer in Brandenburg, darunter auch Kommunen, können bisher Dienstleistungen beim Landesbetrieb Forst zur Bewirtschaftung ihrer Flächen entgeltlich bestellen. Rund 6000 der etwa 100 000 Waldbesitzer haben mehr als zehn Hektar Wald und wären von der Einschränkung der Dienstleistungen ab 2020 betroffen. Die unentgeltliche gesetzliche Hilfe des Landesbetriebs für alle Waldbesitzer etwa in Form von Beratungen bleibt aber erhalten. Die Grünen im Landtag waren in der vergangenen Woche im Landtag mit der Forderung unter anderem nach einer Rücknahme der Pläne zur Einschränkung der Forstdienste gescheitert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. Juni 2019 15:40 Uhr

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