Misshandeltes Mädchen: Plädoyer der Verteidigung verschoben

Misshandeltes Mädchen: Plädoyer der Verteidigung verschoben

Der Prozess wegen schwerer Misshandlung eines inzwischen gestorbenen kleinen Mädchens aus Eberswalde (Barnim) ist am Freitag am Landgericht Frankfurt (Oder) vertagt worden. Ursprünglich hatte der Verteidiger des angeklagten Kindsvaters sein Plädoyers halten sollen. Aufgrund von familiären Problemen sagte der Rechtsanwalt am Freitag jedoch ab. Sein Plädoyer hat die Kammer deshalb auf den 12. Juni vertagt. Damit verschiebt sich auch das Urteil in dem Verfahren. Es soll nun am 21. Juni gesprochen werden.

Statue der Justitia

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

In dem Prozess sitzt der 29 Jahre alte Vater des Mädchens auf der Anklagebank. Er soll die damals Zweijährige über Monate schwer misshandelt, vernachlässigt und geschlagen haben. Der Mann hatte das alleinige Sorgerecht für das Kind, das die leibliche Mutter nicht wollte. Im Oktober 2017 soll das Kind eine Treppe hinunter gestürzt und Tage später kollabiert sein. Erst da soll der Vater ärztliche Hilfe gesucht haben. Das Mädchen fiel ins Koma und wachte daraus bis zu seinem Tod in einem Kinderheim im April 2018 nicht mehr auf.
Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten in der vergangenen Woche vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) für den Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. Juni 2019 12:30 Uhr

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