Regierungschef Woidke fordert klare Positionen der SPD

Regierungschef Woidke fordert klare Positionen der SPD

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich angesichts der Krise in der SPD besorgt gezeigt und eine Konzentration auf Inhalte gefordert. «Die Inhalte müssen nach vorne mit klaren Positionen und Frauen und Männern, die das leben und verkörpern», schrieb der SPD-Landesvorsitzende in einem Gastbeitrag im Berliner «Tagesspiegel» und den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Mittwoch). «Die zentrale Aufgabe der Sozialdemokratie ist, Menschen zusammenzubringen. Es geht um Gerechtigkeit und Wachstum und auch Klimaschutz.» Mit Blick vor allem auf die Politik der AfD betonte er: «Es geht um Versöhnen statt Spalten.»

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Trotz der großen Gewinne der AfD bei den Europa -und Kommunalwahlen in Brandenburg zeigte sich Woidke unaufgeregt: «Der Eindruck, die AfD nehme eine übermächtige Stellung ein, führt in die Irre», schrieb er. «In den blau eingefärbten Landkreisen ist sie bei der EU-Wahl zwar stärkste Partei geworden, aber diese Stärke ist nur ganz klein, denn in Brandenburg genügen schon um die 20 Prozent, um auf der Karte mit einem Farbklecks als Sieger aufzutauchen.»
Am 1. September wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Die AfD war bei der Europawahl in Brandenburg stärkste Partei geworden, die SPD landete nur noch auf Platz drei hinter der CDU. Bei den Kommunalwahlen musste die SPD ebenfalls Einbußen hinnehmen, wurde aber zweitstärkste Kraft hinter der CDU. Die SPD will als Konsequenz aus den Wahlen unter anderem mehr Kontakt zu den Bürgern halten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Juni 2019 11:40 Uhr

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