Umweltschutzorganisation für Aufkündigung von Braunkohleplan

Umweltschutzorganisation für Aufkündigung von Braunkohleplan

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Brandenburg warnt davor, dass die Pläne zum Braunkohleausstieg bis 2038 im Land nicht zum Tragen kommen könnten. «Der Kohlekompromiss ist überhaupt nicht verbindlich und ich sehe nicht, dass die Landesregierung und die CDU irgendwelche Anstrengungen unternehmen, dass er verbindlich wird», kritisierte Landesgeschäftsführer Axel Kruschat. Der 2014 beschlossene Braunkohleplan müsse aufgekündigt werden. Das Land habe den Tagebau Welzow II in der Lausitz genehmigt. Wenn er vom Braunkohlebetreiber Leag weiter genutzt würde, würde dies dazu führen, dass die Kohle bis über das Jahr 2040 reiche, sagte er.

Tagebau

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Bagger arbeitet in einem Braunkohle Tagebau. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Am 1. September wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Der Klimaschutz könnte im Landtagswahlkampf zu einem Top-Thema werden. Die Leag will 2020 über die Erweiterung des Tagebaus entscheiden. Regierungssprecher Florian Engels verwies darauf, dass die Leag ein Revierkonzept habe und es ihre Angelegenheit sei, wie sie damit umgehe. Entscheidend seien künftige bundesrechtliche Festlegungen zum Kohleausstieg, die sich am Kohlekompromiss orientierten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 2. Juni 2019 09:30 Uhr

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