Ministerpräsident Woidke zeigt sich enttäuscht über Wahl

Ministerpräsident Woidke zeigt sich enttäuscht über Wahl

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich angesichts der erwarteten schweren Verluste der SPD bei der Europawahl enttäuscht gezeigt. «Das Ergebnis heute ist ein schlechtes Ergebnis für die SPD. Das ist das schlechteste Ergebnis soweit ich mich erinnern kann, auf der Bundesebene überhaupt», sagte der SPD-Landesvorsitzende am Sonntag in Potsdam. «Der Anspruch der SPD muss es sein, auf der Bundesebene über die 20 Prozent zu kommen. Und der Anspruch der SPD muss es sein, auch wieder dahin zu kommen, dass wir bei bundesweiten Wahlen auch die führende Kraft sein wollen und sein können.» Nach Hochrechnungen in ARD und ZDF ist die SPD auf 15,3 bis 15,7 Prozent abgestürzt.

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident Brandenburgs. Foto: Bernd Settnik/Archivbild

Parteiinterne Diskussionen um die Zukunft von Parteichefin Andrea Nahles als Fraktionschefin im Bundestag waren aus Sicht von Woidke schädlich: «Wenn uns in diesem Europawahlkampf etwas geschadet hat, dann waren das mit Sicherheit Personaldebatten, die es ja auch in den letzten Tagen noch mal intensiv gab», sagte der SPD-Landeschef. Das Wahlergebnisse müsse in den nächsten Tagen intensiv analysiert werden, meinte er. «Aber ich glaube eher, dass es nicht so sehr um die Personen geht, sondern es geht um die inhaltliche Aufstellung.»
In der Sendung «Brandenburg aktuell» im RBB sagte Woidke am Sonntagabend: «Es muss dringend gehandelt werden.» Die SPD werde am Montag eine Reihe von Fragen miteinander diskutieren müssen. Zu möglichen Personalfragen innerhalb der SPD äußerte er sich im RBB nicht. «Wir müssen das sacken lassen und eine Nacht drüber schlafen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 26. Mai 2019 20:20 Uhr

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