Ministerium: Weißtanne in Brandenburg vom Aussterben bedroht

Ministerium: Weißtanne in Brandenburg vom Aussterben bedroht

Die Weißtanne ist nach Angaben des Agrarministeriums in Potsdam als einzige Baumart Brandenburgs vom Aussterben bedroht. Neben der zu den Kieferngewächsen gehörenden Pflanze sind neun weitere Baumarten des Landes gefährdet, wie das Ministerium auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion mitteilte. Das im Volksmund auch Edeltanne genannte Gewächs war in Deutschland 2004 der Baum des Jahres.

Weißtanne

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Ein Forstexperte zeigt in einem Waldstück an einer Weißtanne den Verbiss durch Rotwild. Foto: Norbert Försterling/Archiv

Der Bestand der Weißtanne ist den Angaben zufolge in Europa in den vergangenen 200 Jahren so stark geschrumpft wie keine andere Baumart. Heute kommt sie nur noch auf zehn Prozent ihrer ursprünglichen Fläche vor. Ihren Rückgang haben zu einem Großteil Insekten wie die Weißtannentrieblaus sowie Bissschäden durch Hirsche und Rehe verursacht. Die bis zu 65 Meter große Pflanze, die durch ihre weißgraue Rinde auffällt, kann bis zu 600 Jahre alt werden.
Zu den stark gefährdeten Gehölzarten Brandenburgs, die aber nicht vom Aussterben bedroht sind, gehören laut Agrarministerium die Gemeine Fichte, die Schwarze Pappel und die Vogelkirsche. Dazu kommen einige Weidearten, die in der gleichen Gruppe der bedrohten Baumarten aufgeführt werden. Als lediglich gefährdet eingestuft sind der Gemeine Wacholder sowie einige Weide- und Ulmenarten. In ihrem Bestand als geringer bedroht gelten Feldahorn, Holzapfel, Flaumeiche und andere Ulmenarten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 11. Mai 2019 08:50 Uhr

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