Woidke: Ländliche Regionen brauchen weiter EU-Mittel

Woidke: Ländliche Regionen brauchen weiter EU-Mittel

Brandenburgs Landwirte sind nach Ansicht von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weiter dringend auf finanzielle Mittel durch die EU angewiesen. Das Land dürfe bei der neu auszurichtenden Agrarpolitik nicht benachteiligt werden, sagte Woidke am Freitag auf der Landesbauernversammlung in Paaren/Glien (Havelland). Traditionell kommen die Landwirte dann mit Politikern ins Gespräch.

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Die Landwirtschaft brauche in schwierigen Situationen wirtschaftliche Stabilität, sagte Woidke. Er erinnerte an die Brandenburger Forderung an den Bund, Möglichkeiten für eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage zu schaffen. An Landwirte, die nach dem trockenen Sommer 2018 Schäden zu beklagen hatten, habe das Land bereits 40 Millionen Euro gezahlt. Weitere 30 Millionen Euro stünden noch bereit.
Ohne diese Unterstützung hätten wohl viele Betriebe aufgeben müssen, sagte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes. Er mahnte funktionierende Instrumente zum Risikomanagement an und stellte eine Kombination unter anderem aus Risikoausgleichsrücklage und einer bezahlbaren Versicherungslösung zur Diskussion. Die Landwirte wollten nicht in regelmäßigen Abständen beim Steuerzahler auf der Matte stehen und betteln müssen, sagte Wendorff.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. Mai 2019 16:00 Uhr

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