Frederic: «Schäme mich nicht für meine DDR-Vergangenheit»

Frederic: «Schäme mich nicht für meine DDR-Vergangenheit»

Entertainerin Dagmar Frederic ist stolz auf ihre Karriere und auf ihre Auszeichnungen, die sie in der ehemaligen DDR erhalten hat. «Der Nationalpreis der DDR war eine unglaubliche Ehre, das war eine solche Auszeichnung», sagte die 74-Jährige dem Nachrichtenportal t-online.de. «Ich schäme mich nicht für meine DDR-Vergangenheit.»

Persönlich gestaltete Mini-Mauerstücke im Little Big City Berli

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Sängerin Dagmar Frederic zeigt ein von ihr gestaltetes Mauerelement im Maßstab 1:21 bei einem Pressetermin. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Zugleich kritisierte Frederic das damalige politische System: «Nach wie vor ist für mich der größte Fehler der DDR, dass sie die Leute eingesperrt und die Mauer gebaut haben.» In der Debatte um Unterschiede zwischen Ost und West missfalle ihr, dass «viele in Westdeutschland immer noch denken, dass wir in Ostdeutschland dankbar sein müssten. Nein, müssen wir gar nicht.»
Die gelernte Apothekenhelferin hatte 1966 ihren ersten Show-Auftritt im Berliner Friedrichstadtpalast - damals das bekannteste Varieté der DDR. Bald hatte sie eigene Fernsehshows. So moderierte sie 14 Jahre lang die populäre Weihnachtssendung «Serenade bei Kerzenschein» und neun Jahre lang «Kinomusik mit Dagmar Frederic». Daneben gab es Sendungen wie «Ein Kessel Buntes» im neuen Friedrichstadtpalast, den sie 1984 eröffnete. Auch über die Wendezeit hinaus gelang es ihr, im Showgeschäft zu bestehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 5. Mai 2019 13:30 Uhr

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