Eichenprozessionsspinner wird nicht im Wald bekämpft

Eichenprozessionsspinner wird nicht im Wald bekämpft

Erstmals seit Jahren wird in dieser Saison der Eichenprozessionsspinner nicht im Brandenburger Wald bekämpft.

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners

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Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang.

«Es ist im Moment nicht notwendig», sagte Michel Kopka vom Landesbetrieb Forst auf Anfrage. «Die Bekämpfung in den vergangenen Jahren hat sich ausgezahlt.» Es bedeute jedoch nicht, dass der Schädling komplett verschwunden sei. Nach seinen Angaben behandeln Städte, Kommunen und Landkreise bei Befall einzelne Bäume oder Baumgruppen eigenständig.
Der Landkreis Prignitz startet am 13. Mai wieder in mehreren Kommunen. Angekündigt wurden Aktionen unter anderem für die Städte Perleberg, Pritzwalk und Ketzin sowie die Ämter Putlitz-Berge und Bad Wilsnack oder die Gemeinden Karstädt und Groß Pankow. Der Einsatz des Mittels Dipel ES/Foray ES vom Boden oder aus der Luft werde koordiniert, teilte der Landkreis mit. Bäume auf 400 Hektar sollen behandelt werden. Die Aktion war bereits früher geplant. Die Trockenheit hatte jedoch den Austrieb verzögert. Drei bis vier Tage sind die Bereiche gesperrt und dürfen nicht betreten werden.
In Potsdam, wo in den vergangenen Jahren intensiv gegen den Schädling vorgegangen war, sei zunächst keine Bekämpfung geplant, sagte eine Stadtsprecherin. «Wir beobachten.» Bei Befall werden die Raupen maschinell abgesaugt. Seit 2004 wird in Brandenburg der Eichenprozessionsspinner bekämpft. Die Schmetterlingsraupe schädigt massiv Bäume. Die Brennhaare reizen bei Menschen Haut und Atemwege. Allergische Reaktionen können auftreten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. Mai 2019 09:19 Uhr

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