Brandenburg will Patienten besser aufklären

Brandenburg will Patienten besser aufklären

Brandenburg will die Rechte von Patienten mithilfe einer Bundesratsinitiative verbessern. Viele Diagnosen, Therapieempfehlungen und Anweisungen zur Medikamenteneinnahme seien schwer verständlich, was am «unverständlichen Fachchinesisch» läge, kritisierte Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) laut einer Mitteilung am Mittwoch. Ihre Initiative, der das Kabinett am Dienstag zustimmte, fordert unter anderem, dass Patienten nach jeder Behandlung einen Patientenbrief erhalten, der sie verständlich über Diagnose, Behandlung und Einnahme von Medikamenten aufklärt.

Ärztin mit Stethoskop

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Eine Ärztin mit einem Stethoskop. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild

«Patienten sind auf verständliche Informationen angewiesen. Nur wer gut informiert ist, kann frei und selbstverantwortlich entscheiden», sagte Karawanskij. Verständliche Patientenbriefe und ähnliche Maßnahmen hatten bereits die Gesundheitsminister der Länder im vergangenen Sommer gemeinsam gefordert. «Aber die Bundesregierung hat viele wichtige Punkte zurückgewiesen oder entwertet. Das können wir nicht akzeptieren, deshalb bringe ich diese Bundesratsinitiative auf den Weg», hieß es von Karawanskij.
Die Initiative fordert außerdem die Beteiligung von Patienten in allen Gremien des Gesundheitswesens und eine Bürgerbeteiligung bei der Verbesserung der medizinischen Versorgung. Der Antrag soll nach Angaben des Ministeriums bei der nächsten Bundesratssitzung am 17. Mai auf der Tagesordnung stehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. Mai 2019 16:30 Uhr

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