Ministeriumsumzug: Hauptpersonalrat warnt vor Willkür

Ministeriumsumzug: Hauptpersonalrat warnt vor Willkür

Der geplante Umzug des Wissenschaftsministeriums von Potsdam nach Cottbus stößt bei den Beschäftigten auf wachsende Kritik. Der Hauptpersonalrat des Ministeriums warnte in einem Brief an die rot-rote Landesregierung vor Problemen für die Mitarbeiter und deren Familien.

«Das Einkommen reicht in der Regel als Alleinverdiener nicht aus, so dass die jetzt in Rede stehenden Umzugspläne zu existenziellen Problemen (auch existenziellen Ängsten) bei den betroffenen Familien führen und für familiäre Gefährdungen sorgen», heißt es in dem Brief, der am Freitag veröffentlicht wurde. Nötig seien verbindliche Vereinbarungen mit den Personalvertretungen.
Der Hauptpersonalrat betonte, es müsse Willkürlichkeit verhindert werden. Schon die Fusion der Hochschulstandorte Cottbus und Senftenberg sei zum Beispiel «auf dem Rücken der Mitarbeiter» ausgetragen worden.
In der vergangenen Woche hatte das Kabinett beschlossen, dass das Wissenschaftsministerium mit rund 150 Mitarbeitern komplett nach Cottbus ziehen soll. Die Pläne sehen eine Verlagerung des Ressorts in die zweitgrößte Stadt Brandenburgs bis 2023 vor. Dies soll auch ein Signal für die vom Kohleausstieg betroffene Lausitz sein. Die Entscheidung für den Umzug stieß ebenfalls in der regierenden SPD auf Kritik.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. April 2019 18:40 Uhr

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