Brandenburger Grüne wollen von Niedersachsen lernen

Brandenburger Grüne wollen von Niedersachsen lernen

Die Grünen dringen auf mehr Tierschutz in Brandenburg und sehen dabei ihre Parteikollegen in Niedersachsen als Vorbild. «In Brandenburg gab es zwar ein erfolgreiches Volksbegehren gegen die Massentierhaltung», sagte der Agrarpolitiker Benjamin Raschke am Freitag in Wittenberge. «Im Zuge des Volksbegehrens beschlossene Maßnahmen kommen bei uns aber nicht richtig voran.» Raschke ist auch Spitzenkandidat der Brandenburger Grünen für die Landtagswahl.

Benjamin Raschke (Grüne)

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Benjamin Raschke, Spitzenkandidat der Brandenburger Grünen für die Landtagswahl 2019. Foto: Bernd Settnik/Archivbild

Er forderte ein Verbot des Abschneidens der Schnäbel von Enten und Legehennen. In Wittenberge trafen sich die Grünen-Fraktionen beider Länder. Die niedersächsische Grünen-Fraktionsvorsitzende Anja Piel sagte laut Mitteilung, bei dem Verbot des Abschneidens der Schnäbel von Enten und Legehennen sei Niedersachsen Vorreiter gewesen. «In Niedersachsen haben wir mit grüner Regierungsbeteiligung den Ausbau der industriellen Massentierhaltung wirksam gestoppt und die bessere Haltung von Tieren gefördert.»
Piel begrüßte das neue Gesetz für Parität von Männern und Frauen auf den Listen für Landtagswahlen ab 2020, das der Brandenburger Landtag im Januar beschlossen hatte. Dazu bemerkte die Brandenburger Grünen-Fraktionschefin Ursula Nonnemacher, Brandenburg sei damit bundesweit Vorreiter. Grundlage des Gesetzes war eine Initiative ihrer Partei.
Die Grünen sind im rot-rot regierten Brandenburg in der Opposition. In Niedersachsen regierten sie unter SPD-Führung von 2013 bis 2017, seitdem gibt es eine SPD-CDU-Koalition.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. April 2019 16:40 Uhr

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