Trocken und sonnig: Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

Trocken und sonnig: Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

Elf Mal musste die Feuerwehr 2018 zu Großbränden in Brandenburgs Wäldern ausrücken. Mehr als 1600 Hektar wurden durch Feuer zerstört. Nun hat die Saison wieder begonnen.

Trocken und sonnig: Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

© dpa

Deutlich sichtbar sind verbrannte und noch grüne Kiefern eines Waldes. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Durch das trockene und sonnige Frühlingswetter steigt die Waldbrandgefahr in Brandenburg. Bereits acht Mal habe es seit Jahresbeginn gebrannt, sagte Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes. Beim bisher größten Feuer am 4. und 5. April 2019 bei Calau (Oberspreewald-Lausitz) waren demnach rund vier Hektar Waldfläche betroffen. Weitere Brände seien nicht ausgeschlossen: «Wir hatten im ganzen April bisher viel zu wenig Niederschlag.» Derzeit herrsche eine «mittlere» Gefahrenstufe (3 von 5).

2019: Elf Großbrände zerstören Wälder in Brandenburg

Im vergangenen Jahr brannte es in Brandenburgs Wäldern insgesamt 512 Mal, darunter waren elf Großbrände. Allein durch das Feuer bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) im August wurden rund 400 Hektar Wald zerstört - insgesamt waren es 1674 Hektar.

Nirgends so viele Waldbrände wie in Brandenburg

Durchschnittlich gebe es in Brandenburg je nach Wetterlage rund 300 Waldbrände jährlich. Die Zahl sei wegen des Klimawandels gestiegen: Die Saison beginne früher und daure länger. Außerdem sei Brandenburg besonders gefährdet: «So viele Brände wie wir haben die anderen Bundesländer zusammen nicht», erklärte Engel. Grund dafür sei der hohe Anteil an Kiefern. Laubwälder seien nicht so anfällig für Waldbrände. Auch halte der sandige Boden in Brandenburg kein Wasser. Durch die östlichen Winde verbreiteten sich Brände außerdem schnell.

Überwachungskameras spüren Brände auf

Damit ein Feuer früh erkannt wird, überwachen 107 Kameras Brandenburgs gesamtes Waldgebiet. Sie sind auf hohen Türmen oder Funkmasten angebracht und registrieren Rauchwolken. Zudem sei im Wald das Rauchen streng verboten, mahnte Engel. «Bei diesen Temperaturen und der Trockenheit kann schon eine Zigarettenkippe einen Brand auslösen.» Auch für Feuer gebe es im Wald und in einem Umkreis von 50 Metern ein Verbot. Engel weist außerdem darauf hin, dass die Waldwege immer freigehalten werden müssen. Nur dann könne die Feuerwehr im Notfall schnell zur Brandstelle kommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. April 2019 10:54 Uhr

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