Potsdamer demonstrieren für mehr Klimaschutz

Potsdamer demonstrieren für mehr Klimaschutz

Aus «Fridays for Future» wird am Sonntag «Potsdam for Future». Zu der Demonstration für mehr Klimaschutz kommen mehr Menschen als erwartet. Die Veranstalter überraschen mit einer ungewöhnlichen Aktion.

«Stop» steht auf einem Plakat

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«Stop» steht auf einem Plakat mit einem Eisbären bei der Klima-Kundgebung «Friday for Future» am Invalidenpark. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Potsdam (dpa/bb) - Mehr als 2000 Menschen sind am Sonntag in Potsdam für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Nach dem Vorbild der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihrer initiierten Bewegung «Fridays for Future» demonstrierten Potsdamer Vereine, Gruppen und Organisationen unter dem Motto «Potsdam for Future» gegen den Klimawandel. Die Veranstalter hatten mit so vielen Teilnehmern nicht gerechnet, wie Sprecherin Franziska Sperfeld der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Wir waren von bis zu 1000 Demonstranten ausgegangen. Das zeige, wie ernst den Menschen dieses Thema sei.
Die Demonstranten trugen selbstgebastelte Plakate und Schilder mit Aufschriften wie: «Morgen fängt schon heute an» und «Rettet die Welt, nicht euren Arsch». Im Stadtzentrum Potsdams, auf der langen Brücke, legten sich die Protestierenden für «alle Klimatoten» rund drei Minuten symbolisch auf den Boden. Neben den Vereinen Nabu und BUND waren auch die Potsdamer Ableger der Initiativen «Fridays for Future» und «Parents for Future» darunter.
«Wir solidarisieren uns mit der Bewegung Friday for Future und Greta Thunberg», sagte Mitinitiatorin Sperfeld. «Die Zeit, die noch bleibt, um die heraufziehende Katastrophe aufzuhalten, ist sehr begrenzt und die letzte Möglichkeit zu handeln, ist jetzt». Die Abschlusskundgebung fand vor der Staatskanzlei statt.
Unter dem Slogan «Fridays for Future» demonstrieren seit Monaten weltweit - meist freitags - Schüler und Studenten sowie solidarische Erwachsene. Die jugendliche schwedische Klimaaktivistin und Gründerin der Initiative, Greta Thunberg, hatte am Freitag die Demonstration mit mehr als 20 000 Teilnehmern in Berlin sowie das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung besucht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. März 2019 17:10 Uhr

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