Fehlende Windpocken-Impfung sorgt für Schulausschlüsse

Fehlende Windpocken-Impfung sorgt für Schulausschlüsse

An drei Schulen und einer Kindertagesstätte im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind mittlerweile Kinder zeitweise vom Besuch der Einrichtungen ausgeschlossen worden, weil sie nicht gegen Windpocken geimpft sind.

Ein Patient wird geimpft

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Betroffen sei nun auch die Grundschule «Geschwister Scholl» in Bad Belzig, teilte das Landratsamt am Donnerstag, den 28. März 2019 mit. Zuvor war es bereits an der Waldorfschule und der Evangelischen Grundschule in Kleinmachnow sowie in einer Kindertagesstätte in Stahnsdorf zu Ausschlüssen gekommen.
In allen vier Einrichtungen war der Impfschutz der Kinder überprüft worden, weil dort Windpocken aufgetreten waren. 66 Schüler der Waldorfschule Kleinmachnow wurden bis zum 30. März vom Unterricht ausgeschlossen. Zehn Schüler der Evangelischen Grundschule, 64 der Grundschule «Geschwister Scholl» und 12 Kinder der Kindertagesstätte in Stahnsdorf dürfen die Einrichtungen bis zum 7. April nicht besuchen.
«Die Maßnahmen sind keine Schikane. Sie dienen dem Schutz der Schüler und Lehrer,» hatte das Gesundheitsministerium das Vorgehen bereits nach Bekanntwerden des ersten Falls an der Waldorfschule Kleinmachnow verteidigt. Fälle wie dieser träten nicht oft auf. Aber: «Wenn es auftritt, müssen wir etwas unternehmen.»
Dem Robert-Koch-Institut wurden 2019 aus Brandenburg bislang rund 100 Windpocken-Fälle übermittelt. Den Gesundheitsämtern empfiehlt die Einrichtung: Kinder und Erwachsene, die nicht geimpft sind und die Krankheit nicht gehabt haben, sollen 16 Tage lang vom Besuch öffentlicher Einrichtungen ausgeschlossen werden. Seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommission den Angaben zufolge eine Impfung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. März 2019 11:49 Uhr

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