Granatenfund in Wittenberge: Staatsschutz ermittelt

Granatenfund in Wittenberge: Staatsschutz ermittelt

Zum zweiten Mal in einem Monat wird in Wittenberge eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. In beiden Fällen ist die Munition vermutlich bewusst abgelegt worden.

Polizisten im Einsatz nach Fund einer Granate in Wittenberge

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Polizisten im Einsatz nach dem Fund einer Granate vor einem Wohnhaus in Wittenberge. Foto: Christian Pörschmann

Wittenberge (dpa/bb) - Nach dem Fund einer Granate vor einem Wohnhaus in Wittenberge (Landkreis Prignitz) hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Am Mittwoch hatte ein Passant die «stark verrottete Mörsergranate» vor einem Wohnhaus entdeckt, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Das Objekt war demnach transportfähig und konnte sicher und «spurenschonend» verpackt weggebracht werden.
Um das Wohnhaus in der Johannes-Runge-Straße wurde ein Sperrkreis von 300 Metern errichtet. Rund 200 Menschen waren von einer Evakuierung betroffen. In einer nahe gelegenen Schule sei eine Notunterkunft eingerichtet worden. Am späten Abend, gegen 22.45 Uhr, konnten die Anwohner wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen.
Wer den Sprengkörper vor dem Hauseingang abgelegt hatte und warum, blieb auch am Donnerstag weiter unklar. Eine Sprecherin der Polizei bezeichnete den Fall als «sehr ungewöhnlich». Zu möglichen Absichten des Täters konnte die Polizei nichts sagen.
Bereits vor zwei Wochen war in der Innenstadt von Wittenberge im Bereich eines Gehwegs eine verrostete Granate abgelegt worden. Der Sprengkörper wurde zu einem nahe gelegenen Acker gebracht und dort gesprengt. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt, war zunächst nicht bekannt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. März 2019 16:40 Uhr

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