Frankfurt will Außenstelle Stasi-Unterlagenbehörde behalten

Frankfurt will Außenstelle Stasi-Unterlagenbehörde behalten

Der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke (Linke), will einen Abzug der Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde verhindern. Die Stadt würde es begrüßen, wenn sie künftig auch weiter Archivstandort bleibe, betonte Wilke in einem offenen Brief unter anderem an die Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Roland Jahn, den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, und Dietmar Woidke (SPD), Brandenburgs Ministerpräsidenten. In Frankfurt (Oder) gebe es derzeit 55 Arbeitsplätze. Käme es zu einem Standortwechsel, bestünde die Gefahr, das Wissen verloren ginge.

René Wilke

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René Wilke (Die Linke), Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), gibt eine Pressekonferenz. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Das neue Konzept zur langfristigen Sicherung des Stasi-Unterlagenarchivs im Bundesarchiv sieht in den neuen Ländern je einen Archivstandort vor, an dem Akten fachgerecht aufbewahrt werden können. In Brandenburg gibt es bislang zwei: in Frankfurt (Oder) und in Cottbus. Über den endgültigen Standort entscheidet der Bund.
Ministerpräsident Woidke sieht es als gute Entscheidung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, jeweils in jedem ostdeutschen Bundesland eine Außenstelle zu erhalten. Auch im 30. Jahr des Mauerfalls bleibe die Aufarbeitung des SED-Unrechts wichtig. Es dürfe so lange kein Schlussstrich gezogen werden, bis alle Fragen beantwortet seien, hatte er nach einem Treffen mit Vertretern von Opferverbänden betont.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. März 2019 18:20 Uhr

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