Umweltminister und Fischer setzen rund 45 000 Glasaale aus

Umweltminister und Fischer setzen rund 45 000 Glasaale aus

An der Groß Schauener Seenkette bei Storkow sind am Freitag rund 45 000 Glasaale ausgesetzt worden. Gemeinsam mit Brandenburgs Umwelt- und Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) ließen Fischer und Angler die kleinen Aale ins Wasser. Finanziert wird der Besatz von der Fischerei Köllnitz aus Storkow, die damit nach eigenen Angaben einen Beitrag zur Bestandssicherung des Europäischen Aals leisten will.

Glasaale

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Glasaale schwimmen in einem Behälter. Foto: Philipp Schulze/Archiv

Geboren in der Sargassosee im Atlantik, brauchten die Aale mit Hilfe des Golfstroms drei Jahre für die Überquerung zu den europäischen Küsten. Dort werden sie jedes Jahr abgefischt und ins europäische Binnenland gebracht, wie Klaus Piesker, Vizepräsident des Landesanglerverbandes Brandenburg am Freitag erklärte.
Die kleinen durchsichtigen Aale sind nach Angaben des Landesanglerverbandes zirka sieben Zentimeter groß und wiegen 0,3 Gramm. Was genau bei der Fortpflanzung passiere, sei immer noch ein Rätsel, sagte Piesker. Das mache den Fisch so faszinierend. Aale laichen in der Sargassosee in etwa 500 Meter Tiefe.
Bereits in den vergangenen Wochen hatten Berufsfischer und Angler von Prenzlau im Norden Brandenburgs bis nach Bad Liebenwerda im Süden vier Millionen Glasaale in Gewässer entlassen, wie es vom Landesanglerverband hieß. Der Aalbesatz wird unter anderem auch aus der Fischereiabgabe und aus Förderprogrammen der Europäischen Union und des Landes Brandenburg finanziert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. März 2019 15:08 Uhr

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