Nach Brandenburg kommen erste Jesidinnen aus dem Nordirak

Nach Brandenburg kommen erste Jesidinnen aus dem Nordirak

In Brandenburg werden ab Mitte April etwa 60 Jesidinnen und Jesiden mit ihren Kindern aus dem Nordirak im Rahmen einer Hilfsaktion erwartet. «Die Vorbereitungen zur Ankunft und Auswahl laufen», sagte Staatssekretär Martin Gorholt der Deutschen Presse-Agentur. Der Brandenburger Landtag hatte sich 2016 entschieden, Mitgliedern der religiösen Minderheit zu helfen. Sie waren im Nordirak in Gefangenschaft des Islamischen Staates (IS) geraten, wurden verschleppt, versklavt und vergewaltigt.

Jesiden in Brandenburg

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Churto Hadschi Ismail, geistliches Oberhaupt der Jesiden, sitzt in einem Plenarsaal. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Seit 2014 leben sie in den kurdischen Regionen in Flüchtlingslagern in Zelten. «Das UNHCR schlägt Menschen vor, die in den Flüchtlingscamps leben, und bei denen es sinnvoll scheint, sie nach Deutschland zu bringen», sagte Gorholt. Wichtiges Kriterium für die Auswahl sei ihre Schutzbedürftigkeit. In Deutschland gebe es bessere und intensivere Behandlungsmöglichkeiten bei erlittenen Traumata.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. März 2019 06:40 Uhr

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