Brandenburg will Pflege besser organisieren

Brandenburg will Pflege besser organisieren

Angesichts der zunehmenden Zahl von Pflegebedürftigen in Brandenburg werden händeringend Fachkräfte gesucht. 2011 waren knapp 29 000 Menschen in ambulanten Pflegediensten und stationären Einrichtungen beschäftigt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. 2017 seien es bereits rund 37 000 gewesen. Bis 2040 wird mit einem Bedarf von insgesamt 57 880 Pflegefachkräften gerechnet. Derzeit leben nach den Angaben rund 132 400 Pflegebedürftige im Land. 82 Prozent von ihnen werden in den eigenen vier Wänden von Angehörigen oder ambulanten Pflegediensten betreut.

Susanna Karawanskij

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Susanna Karawanskij (Die Linke), brandenburgische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

In einem Modellprojekt wurden nach den Angaben zwischen 2015 bis 2018 in sechs Einrichtungen neue Personaleinsatz- und Personalentwicklungskonzepte erprobt. Wichtig sei, die Beschäftigten sinnvoll und entsprechend ihrer Qualifizierung möglichst effizient einzusetzen, sagte Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke). So könne die Attraktivität dieser Berufe erhöht und die Pflegequalität verbessert werden. Pflegefachkräfte sollten von gewissen Routineaufgaben entlastet werden, um mehr Zeit für die tatsächliche Pflege zu haben.
Das Modellprojekt, in dem ein Handbuch entstand, wurde vom Sozialministerium mit 288 400 Euro unterstützt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 10. März 2019 13:10 Uhr

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