Vor Wahlen im Osten Debatte über Merkels Wahlkampfeinsatz

Vor Wahlen im Osten Debatte über Merkels Wahlkampfeinsatz

Mehr als ein halbes Jahr vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland kommt die Diskussion über Wahlkampfeinsätze von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Fahrt. Thüringens CDU-Partei- und Fraktionschef Mike Mohring sprach sich trotz der Migrationsdebatte um Merkel klar für deren Einbindung in den Landtagswahlkampf aus. «Es wäre aus meiner Sicht töricht, wenn wir eine CDU-Bundeskanzlerin verstecken würden. Dafür gäbe es auch keinen überzeugenden Grund», sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Berlin.

Doch in seiner Partei sowie in Sachsen und Brandenburg, wo Anfang September ebenfalls neue Landtage gewählt werden, gibt es auch skeptische bis ablehnende Stimmen zu einem Wahlkampfeinsatz Merkels.
Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) sagte dem Magazin «Der Spiegel»: «Ein Wahlkampfauftritt der Bundeskanzlerin wird uns in Sachsen nicht helfen.» Mohrings Stellvertreter im Fraktionsvorsitz in Thüringen, Michael Heym, wird mit den Worten zitiert: «Über die Frage, ob sie im Wahlkampf bei uns auftreten soll, wird es sicher noch Diskussionen in der Thüringer CDU geben.» Er ergänzte: «Einen Mehrwert für uns hätte es wahrscheinlich nicht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 16. Februar 2019 16:10 Uhr

Weitere Meldungen