Keine Entscheidung über angebliche Raubkunst im Barberini

Keine Entscheidung über angebliche Raubkunst im Barberini

Die Entscheidung des Landgerichts Potsdam über ein angebliches Raubkunst-Gemälde im Museum Barberini wird voraussichtlich erst in der kommenden Woche fallen.

Die Zivilkammer habe die Frist für eine Stellungnahme des Museums bis zum Freitag um 24 Uhr verlängert, sagte Gerichtssprecher Sascha Beck am Donnerstag auf Anfrage. Die Erben eines französischen Sammlers fordern vor dem Gericht die Herausgabe des Werks «Regatta in Venedig» des Neo-Impressionisten Henri-Edmond Cross (1856-1910), das derzeit im Barberini gezeigt wird.
Das Bild wurde vom Museum of Fine Arts in Houston für eine Cross-Ausstellung in Potsdam ausgeliehen. Die Erben machen geltend, dass das Gemälde im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt worden sei. Die Werke von Cross waren von den Nationalsozialisten als «entartet» verfemt worden.
Eine Sprecherin des Museums erklärte am 07. Februar 2019, man warte noch auf eine Antwort aus Houston zu dem Fall. Das Museum sei bemüht, den Sachverhalt unverzüglich aufzuklären. Das Bild war nach Angaben des Barberini 1958 von der Politikerin und Wohltäterin Oveta Culp Hobby (1905-1995) dem Museum in Houston geschenkt worden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Februar 2019 16:15 Uhr

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