Woidke: Wer hart gearbeitet hat, soll mehr Rente bekommen

Woidke: Wer hart gearbeitet hat, soll mehr Rente bekommen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat das Grundrenten-Konzept von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) als dringend notwendigen Schritt bezeichnet. «Wer lange und hart gearbeitet hat, soll das natürlich auf dem Konto spüren und mehr Rente bekommen», sagte Woidke am Sonntag.

Dietmar Woidke (SPD)

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Dietmar Woidke (SPD). Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Es sei aber auch erforderlich, dass es mehr Geld für die unteren Lohngruppen gebe und mehr Tariftreue gelte. Es dürfe nicht sein, dass 30 Jahre nach dem Mauerfall in vielen Branchen Ostdeutschlands weniger bezahlt, aber länger gearbeitet werde.
«Es ist erfreulich, dass der Plan zur Einführung der Grundrente konkreter wird», sagte CDU-Landesvorsitzender und Fraktionschef Ingo Senftleben. Für die, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hätten, solle es mehr Gerechtigkeit geben. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass eigene Ersparnisse und selbst genutztes Wohneigentum besser geschützt würden. Er erwarte, dass die Grundrente spätestens zum 1. Januar 2020 eingeführt werden könne.
Die Pläne des Bundesarbeitsministers sehen einen automatischen Zuschlag für kleine Renten vor: Wer 35 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat und weniger als 896 Euro Rente bekommt, soll einen Zuschlag bekommen. Beschäftigte, die immer nur Mindestlohn verdient haben, sollen die maximale Aufwertung von 447 Euro erhalten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 3. Februar 2019 16:40 Uhr

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