Landeschef Kalbitz ist Spitzenkandidat für die Landtagswahl

Landeschef Kalbitz ist Spitzenkandidat für die Landtagswahl

Drei Tage lang beschäftigte sich die AfD ausschließlich mit der Wahl ihrer Kandidaten für die Brandenburger Landtagswahl. Ein kompliziertes Wahlverfahren führt zu einem Abstimmungsmarathon. Für Landeschef Kalbitz gibt es einen kräftigen Dämpfer.

Andreas Kalbitz (AfD)

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Der Landesvorsitzende Andreas Kalbitz applaudiert auf dem Parteitag der AFD Brandenburg. Foto: Julian Stähle

Rangsdorf (dpa/bb) - Der Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz ist offiziell Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl im September. Das teilte ein Parteisprecher am Montagmorgen nach der offiziellen Auszählung der Stimmen mit. Die AfD hatte am Wochenende auf einem Landesparteitag in Rangsdorf (Teltow-Fläming) ihre Kandidaten zur Landtagswahl gewählt. Das endgültige Ergebnis lag erst am Montagmorgen vor.
Kalbitz setzte sich allerdings nur knapp mit 319 zu 314 Ja-Stimmen gegen den Vorsitzenden des rechtsgerichteten Vereins «Zukunft Heimat», Christoph Berndt, durch. «Ich nehme den Auftrag der Spitzenkandidatur voller Kampfeslust an», erklärte Kalbitz dennoch selbstbewusst. Die AfD wolle bei der Wahl stärkste politische Kraft in Brandenburg werden. Auf dem Parteitag hatte er den Anspruch der AfD formuliert, nach der Wahl in Brandenburg zu regieren.
Berndt organisiert mit seinem Verein regelmäßig Demonstrationen in Cottbus, an denen auch Rechtsextreme teilnehmen. Auf Platz drei kam Daniel Freiherr von Lützow aus dem Kreisverband Teltow-Fläming, der sich neben seinem Kampf gegen die Zuwanderung von Flüchtligen insbesondere für die Kommunalpolitik engagiert.
Das vom Parteitag festgelegte Verfahren der Akzeptanzwahl hatte am Sonntag und Montag zu einem Wahl- und Auszählmarathon über insgesamt 21 Stunden geführt. Bereits der Wahlgang von 476 Parteimitgliedern dauerte mehr als fünf Stunden. Anschließend mussten rund 15 Stunden lang die mehr als 40 000 Kreuzchen für die 86 Bewerber ausgezählt werden. Denn bei diesem Wahlverfahren kann bei jedem Kandidaten «Ja», «Nein» oder «Enthaltung» angekreuzt werden.
Von den derzeit neun Landtagsabgeordneten in der Brandenburger AfD-Fraktion kamen vier nicht auf die Landesliste. Der für den AfD-Bundesvorsitzenden Alexander Gauland nachgerückte Jan-Ulrich Weiß und die Wirtschaftsexpertin Christina Schade waren nicht wieder angetreten. Die Landtagsabgeordneten Sven Schröder und Rainer van Raemdonk schafften es nicht auf die Liste.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Januar 2019 15:40 Uhr

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