Neuruppin statt Neubrandenburg: Anwalt lässt Termin platzen

Neuruppin statt Neubrandenburg: Anwalt lässt Termin platzen

Ein Anwalt hat einen Prozesstermin am Landgericht Neubrandenburg platzen lassen, weil er zwei Städte verwechselt hat. Der Berliner Jurist erschien am Mittwoch am Landgericht im brandenburgischen Neuruppin statt im mecklenburgischen Neubrandenburg, wie er Richter Christian Weidlich am Mobiltelefon gestand. Zwischen den Städten liegen rund 100 Kilometer. Der Anwalt sollte Mandanten vertreten, die wegen eines manipulierten Diesel-Autos den Volkswagen-Konzern auf Schadenersatz verklagt haben.

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Ein Richter stützt seine Hand auf verschiedene Gesetzestexte. Foto: Andreas Gebert/Archiv

Der Irrtum kam erst heraus, als alle Parteien im Saal saßen und der Anwalt auf dem Handy des Mandanten anrief. Die Mandanten verließen das Gericht danach wenig erfreut. Richter Weidlich nahm es sportlich: Er setzte einen neuen Verhandlungstermin am 16. Januar 2019 fest. Für den 8. Januar 2019 ist eine mündliche Verhandlung des Bundesgerichtshofes angesetzt, in der es um den Diesel-Skandal geht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. November 2018