Anklage gegen Schulleiter wegen Körperverletzung an Schülern

Anklage gegen Schulleiter wegen Körperverletzung an Schülern

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat einen Schulleiter aus einer südbrandenburgischen Kleinstadt wegen Körperverletzung an sieben Schülern angeklagt. Die Vorwürfe drehen sich um 20 Fälle zwischen 2015 und 2017, wie das Amtsgericht Cottbus am Dienstag mitteilte. Davor hatte die «Lausitzer Rundschau» berichtet. Die Schule war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Das Gericht geht davon aus, dass die Hauptverhandlung frühestens im ersten Quartal 2019 beginnen wird.

Vom Bildungsministerium hieß es, dass vertiefte Prüfungen eingeleitet und dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen sei. Konkrete Konsequenzen für den Schulbetrieb könnten daher nicht benannt werden.
2017 seien dem Ministerium Elternbeschwerden und Vorwürfe bekanntgeworden. Unter Einbeziehung der Schulaufsicht seien dann Prüfungen eingeleitet worden. «Der Sachverhalt stellte sich sehr komplex und widersprüchlich dar, da sich widersprechende Aussagen gegenüberstanden», teilte das Ministerium mit.
Das Schulamt habe dann festgestellt, dass mit der Thematik an der Schule konstruktiv umgegangen worden sei - unter anderem mit einer Gesamtelternversammlung. Die Anklage sei nun der Anlass für die weiteren vertieften Prüfungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. Oktober 2018