Migrantenorganistationen gründen ostdeutschen Dachverband

Migrantenorganistationen gründen ostdeutschen Dachverband

Die ostdeutschen Migrantenorganisationen haben am Samstag in Berlin einen gemeinsamen Dachverband gegründet. «Die Idee dazu bestand schon seit 2014», sagte der Geschäftsführer des neuen Verbands Damost, Mamad Mohamad. Es sei wichtig, die besonderen Bedürfnisse der Migranten in Ostdeutschland auf Bundesebene anzusprechen. «Wir wollen nicht das Problem sein, sondern zur Lösung von Problemen beitragen», erklärte der am Samstag gewählte Sprecher José Manuel Paca.

Eines der Hauptziele sei es, flächendeckend Beratungsstellen des Verbands zu eröffnen, wo Migranten Hilfe zu Themen wie Rassismus, Frauenrechten oder Behördengängen erhalten. Dazu könne die Organisation auf Berater, Psychologen und Juristen ihrer Landesverbände zurückgreifen. Oft hätten Migranten Angst, sich an deutsche Einrichtungen zu wenden. «Auf beiden Seiten müssen Vorurteile abgebaut werden», so der Sprecher.
Der neu gegründete Verband möchte direkt mit Politikern und Entscheidungsträgern auf Bundesebene kommunizieren. «Dazu zählen wir beispielsweise den Bundespräsidenten und den Ost-Beauftragten der Bundesregierung». West- und Ostdeutschland hätten unterschiedliche Einwanderungsgeschichten, deshalb sei in Ostdeutschland auch eine andere Förderung migrantischer Initiativen notwendig. Es müssten dauerhaft finanzielle Mittel bereit gestellt werden, um Migrantenorganisationen zu unterstützen.
Der neue Dachverband Damost vertritt 260 ostdeutsche Vereine, die sich auf 5 Landesverbände verteilen. Rund 80 Mitglieder haben in Berlin über die gemeinsamen Ziele beraten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. Oktober 2018