Woidke für Kohleabbau in der Lausitz bis mindestens 2040

Woidke für Kohleabbau in der Lausitz bis mindestens 2040

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke fordert, den Braunkohleabbau in der Lausitz noch für mehr als zwei Jahrzehnte weiter zu betreiben. «Die Kohle in der Lausitz ist endlich, wie Rohstoffe insgesamt endlich sind. Und es geht hier um die 40er Jahre», sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin». Das sei eine «sichere Perspektive» für die Region. «Den Menschen muss die Sicherheit gegeben werden - den Menschen, die heute in den Arbeitsplätzen sind.»

Dietmar Woidke (SPD)

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Woidke betonte, man dürfe in Deutschland nicht versuchen, Klimaschutz gegen Arbeitsplätze auszuspielen. «Diese Diskussion fern von den Regionen, die davon betroffen sind - die ist grundsätzlich falsch. Wir müssen in Deutschland - gerade in Deutschland als Industrienation - den Anspruch haben, Klimaschutz mit Arbeitsplätzen zu verbinden.»
Die Bundesregierung hat für das Thema eine Kommission eingesetzt. Die Kommission «Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung» soll bis Jahresende eine Strategie zum Ausstieg aus der Kohleverstromung ausarbeiten, noch im Oktober soll sie ein Konzept für den Strukturwandel der Kohleregionen vorlegen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. Oktober 2018