Kohleausstieg: Unternehmen fordern Erhalt von Arbeitsplätzen

Kohleausstieg: Unternehmen fordern Erhalt von Arbeitsplätzen

Bei einem Ausstieg aus der Braunkohle in der Lausitz müssen aus Sicht der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg die derzeit vorhandenen 20 000 industriellen und industrienahen Arbeitsplätze erhalten werden. «Unter diese Zahl dürfen wir nicht gehen», sagte Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck am Freitag in Potsdam. Dafür seien Ideen und Konzepte erforderlich, für die die Region jede Unterstützung durch die Politik benötige. «Es gibt eine reelle Chance, den Strukturwandel hinzubekommen», betonte er.

Pk der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg

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Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Foto: Rainer Jensen/Archiv

Amsinck appellierte an die Kohlekommission der Bundesregierung, Arbeitsplätze und Branchen nicht in Frage zu stellen, bevor nicht neue Wertschöpfungsketten entstanden seien. Die Kommission trifft sich nächste Woche in der Lausitz. Bis zum Jahresende soll ein Konzept vorliegen, wie in den betroffenen Braunkohleregionen durch den Wegfall der Kohle-Arbeitsplätze entstehen könnten.
Die bisher ins Auge gefasste Summe von 1,5 Milliarden Euro für die deutschen Braunkohlereviere in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Nordrhein-Westfahlen sei viel zu niedrig angesetzt, so die Unternehmensverbände. Die Lausitz müsse in Zukunft genauso stark wie bislang sein, forderten sie. Hier werde ein Viertel der Wirtschaftsleistung Brandenburgs erbracht.
Plädiert wurde für die Stärkung von Wissenschaft und Forschung und die Schaffung von Innovationszentren unter anderem zum Thema Wasserstoff. Wichtig sei in dem Zusammenhang auch, rechtzeitig für erforderliche Arbeitskräfte zu sorgen und Qualifikationen anzukurbeln.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Oktober 2018 13:20 Uhr

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