Keine gutes Jahr für Schwalben

Keine gutes Jahr für Schwalben

Potsdam (dpa/bb) − Auch Rauch- und Mehlschwalben in Brandenburg haben unter dem heißen, trockenen Sommer gelitten. Durch den ausgebliebenen Regen habe es vor allem an Grundmaterial für den Nestbau gefehlt, betonte Manuela Brecht, Naturschutzreferentin beim NABU Brandenburg, am Dienstag in einer Mitteilung. Bis zu 1500 Lehmkügelchen müssen für ein Nest kunstvoll aneinandergeklebt werden. Es konnten deshalb weniger Nester gebaut oder bestehende ausgebessert werden. Vielerorts war auch das Hauptnahrungsmittel Mücken rar, so Brecht. Kleine Tümpel und Bachläufe, sonst beliebter Lebensraum für die Insekten, waren ausgetrocknet. Naturschützer versuchten den Vögeln zu helfen, indem sie künstliche Nisthilfen oder Wasserstellen bereitstellten.

Eine Mehlschwalbe

© dpa

Nester von Mehlschwalben hängen in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Seit 2012 würdigt der NABU Brandenburg mit der Aktion «Schwalben willkommen» Menschen, die Nester an oder in ihren Gebäuden erhalten und dulden oder sich für Schwalbenschutz einsetzen. Bislang wurden 765 Plaketten verliehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. September 2018 14:00 Uhr

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