Susanna Karawanskij soll Gesundheitsministerin werden

Susanna Karawanskij soll Gesundheitsministerin werden

Die Linke ist bei der Suche nach einer neuen Führung für das Gesundheitsministerium fündig geworden. Am Freitag soll der Vorstand über die 38-jährige Susanna Karawanskij entscheiden.

Potsdam (dpa/bb) - Die Linken-Politikerin Susanna Karawanskij soll neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. Entsprechende Informationen der «Märkischen Allgemeinen» wurden der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag bestätigt.
Die 38 Jahre alte Karawanskij wurde in Leipzig geboren und hat Politik- und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig studiert. 2013 wurde sie über die Landesliste Sachsen in den Bundestag gewählt. 2017 verpasste sie den Wiedereinzug.
Eine offizielle Bestätigung für die Personalie gab es zunächst nicht. Linken-Co-Chefin Anja Mayer sagte, sie kommentiere «Wasserstandsmeldungen» nicht. Der Landesvorstand der Linken will nach Mayers Angaben an diesem Freitag über die Personalie entscheiden.
Karawanskij würde damit die Nachfolge von Diana Golze antreten, die im Brandenburger Medikamentenskandal zurückgetreten war. Die ihr unterstellten Behörden waren im Arzneimittelskandal nicht frühzeitig gegen das Unternehmen Lunapharm eingeschritten, das illegal mit gestohlenen Krebsmedikamenten gehandelt haben soll. Golze blieb aber an der Spitze der Landespartei als Co-Vorsitzende neben Mayer.
In der rot-roten Koalition von SPD und Linkspartei in Potsdam hatte Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) deutlich gemacht, dass die Linke über die Nachbesetzung entscheiden könne. Zuvor war spekuliert worden, dass das Gesundheits- und Sozialressort wieder in die Hände der SPD geht.
Für kommende Woche Mittwoch hat der Landtag in Potsdam bereits die Vereidigung von zwei neuen Minister anberaumt. Neben Golzes Nachfolger oder Nachfolgerin soll der bisherige Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Jörg Steinbach (parteilos), als neuer Wirtschaftsminister vereidigt worden. Der bisherige Chef des Wirtschaftsressorts, Albrecht Gerber (SPD), hatte aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. September 2018 14:50 Uhr

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