Polizei über Ermittlungen zu DHL-Erpresser

Polizei über Ermittlungen zu DHL-Erpresser

Im Fall des DHL-Erpressers liegen die Chancen auf einen Ermittlungserfolg laut Brandenburger Polizei bei 50:50. «Ein paar Mal haben wir uns große Hoffnungen gemacht, dass wir den Täter haben», sagte Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke der «Berliner Morgenpost» ein Dreivierteljahr nach dem ersten Sprengstoff-Fund. Doch die Ermittlungen seien äußerst kompliziert. «Offensichtlich handelt da jemand, der hochprofessionell im Darknet unterwegs ist und seine Kommunikation mehrfach verschlüsselt», sagte Mörke. «Aber: Wir sind auch nicht so schlecht.» Das Darknet ist ein anonymer Bereich des Internets.

DHL-Packstation

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Die DHL-Packstation an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße, in der die Paketbombe aufgegeben wurde. Foto: Gregor Fischer/Archiv

Der oder die Erpresser forderten vom Bonner Logistikonzern nach früheren Angaben der Polizei mehrere Millionen Euro. Anfang Dezember war ein verdächtiges Paket bei einem Potsdamer Apotheker am Rande des Weihnachtsmarkts abgegeben worden. Darin befanden sich Hunderte Nägel, ein Feuerwerkskörper und ein verschlüsselter Erpresserbrief. Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Mitte Januar wurde eine explosive Sendung in einer Berliner Bank gefunden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 18. August 2018 11:50 Uhr

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