Grüne kritisieren Ende der Ermittlungen nach Wisent-Abschuss

Grüne kritisieren Ende der Ermittlungen nach Wisent-Abschuss

Grünen-Politiker wollen Beschwerde gegen die Einstellung der Ermittlungen zu einem abgeschossenen Wisent in Ostbrandenburg einlegen. Es handele sich um ein streng geschütztes Wildrind, das nicht hätte getötet werden dürfen, erklärte ein Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion am Mittwoch. Bereits am Dienstag hatte die Naturschutzorganisation WWF angekündigt, juristisch gegen die Einstellung der Ermittlungen vorzugehen.

Ein Wisent liegt in der Sonne

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Ein Wisent liegt in der Sonne. Foto: Lino Mirgeler

Im vergangenen September war ein aus Polen gekommener freilaufender Wisent bei Lebus (Märkisch-Oderland) mit Genehmigung des Ordnungsamtes getötet worden. Als Begründung nannte das Amt den Schutz der Bevölkerung. Grüne und WWF hatten daraufhin Strafanzeige gegen den Leiter der Behörde gestellt. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) stellte die Ermittlungen nun jedoch ein. Eine Sprecherin erklärte, der Abschuss sei in der konkreten Situation gerechtfertigt gewesen.
Der Tod des Wisents hatte im Nachgang eine Welle der Empörung ausgelöst. Nicht nur Tierschützer kritisierten den Abschuss, auch polnische Politiker meldeten sich zu Wort. Daraufhin hatte das Brandenburger Umweltministerium einen Leitfaden entwickelt, wie mit freilaufenden Tieren umzugehen sei. So solle ein Wisent eingezäunt und nicht erschossen werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. Juni 2018