Staatssekretär Gorholt reist für Jesiden in den Irak

Staatssekretär Gorholt reist für Jesiden in den Irak

Das Brandenburger Programm zur Hilfe und Aufnahme besonders schutzbedürftiger Jesiden nimmt konkrete Formen an. Staatssekretär Martin Gorholt, Beauftragter der Landesregierung für Internationale Beziehungen, sei zu einer fünftägigen Informationsreise in den Irak aufgebrochen, teilte die Staatskanzlei am Samstag mit. Hilfsprojekte sollten Opfer des Terrorregimes IS unterstützen und therapeutisch betreuen. Auch durch die Aufnahme Betroffener ist den Angaben zufolge vorgesehen.

Martin Gorholt

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Martin Gorholt (SPD), Beauftragter für Internationale Beziehungen im Land Brandenburg. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Auf Gorholts Programm stehen Gespräche mit Vertretern der irakischen Zentralregierung und der kurdischen Regionalregierung. Darüber hinaus ist ein Treffen mit Mîr Tahsin, dem weltlichen Führer der Jesiden, vorgesehen. Geplant ist auch ein Austausch mit Vertretern von Staaten, die bereits Jesiden aufgenommen haben. Mit Vertretern des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen UNHCR will Gorholt nach den Angaben zudem über das geplante Landes-Aufnahmeprogramm reden.
Brandenburg will 30 Jesidinnen und ihre Kinder aufnehmen. Für das Hilfsprogramm wird eine Million Euro eingeplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. Mai 2018