Mehr als 600 Psychiatrie-Opfer bei Stiftung angemeldet

Mehr als 600 Psychiatrie-Opfer bei Stiftung angemeldet

Potsdam (dpa/bb) - Mehr als 600 Frauen und Männer, die in Psychiatrie- und Behinderteneinrichtungen der DDR schweres Leid erlebten, haben im ersten Jahr bei der Brandenburger Landesstiftung Ansprüche auf Unterstützung angemeldet. Die Betroffenen hätten von schweren Misshandlungen, Demütigungen und der Verabreichung von Medikamenten berichtet, sagte die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Maria Nooke, am Donnerstag in einer ersten Bilanz. Insgesamt 152 Opfer erhielten bereits eine Geldpauschale in Höhe von 9000 Euro, ein Drittel von ihnen auch zusätzliche Rentenzahlungen für geleistete Zwangsarbeit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 22. März 2018