Insektizid-Rapsgut aus Polen: Grüne fordern Einfuhr-Verbot

Insektizid-Rapsgut aus Polen: Grüne fordern Einfuhr-Verbot

Die Grünen im Brandenburger Landtag befürchten ein Bienen- und Insektensterben durch aus Polen eingeführte Rapssaat, die mit einem in Deutschland nicht zugelassenen Insektizid behandelt wurde. Das Agrarministerium habe bestätigt, dass es in Brandenburg verwendet werde, kritisierte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Benjamin Raschke, am Samstag in einer Mitteilung.

Biene

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Eine Biene fliegt eine Rapsblüte an. Foto: Michael Reichel/Archiv

Das Insektizid gelangt deshalb auf Brandenburgs Felder, weil Landwirte das behandelte Rapssaatgut in Polen bestellen und dann auf die eigene Felder aufbringen. Es drohten damit nicht nur erhebliche Verluste der Bienen- und Insektenwelt, sondern auch Rückstände im Honig, so Raschke. Die Landesregierung müsse sich auf Bundesebene für ein Einfuhr-Verbot einsetzen. Zudem sollte es ein umfassendes Untersuchungsprogramm für Pestizid-Rückstände geben. Nach einer Kleinen Anfrage Fraktion wurden im Vorjahr landesweit nur 42 Honigproben auf Rückstände von Pestiziden untersucht.
Bei dem in Deutschland nicht zugelassenem Insektizid handelt es sich den Angaben nach um das Mittel Lumiposa mit dem Wirkstoff Cyantraniliprol. Es sei im April 2017 in Polen zugelassen worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. März 2018