NOFV: Verfahren gegen Babelsberg, Revision gegen Cottbus

NOFV: Verfahren gegen Babelsberg, Revision gegen Cottbus

Die Causa NOFV/Babelsberg/Cottbus wegen der Vorkommnisse vom 28. April 2017 dreht weitere Spiralen. Der NOFV stellt einen Verfahrens-Antrag gegen Babelsberg. Am 27. Februar soll die Revision gegen eine eingestellte Strafe gegen Cottbus verhandelt werden.

Risikospiel Babelsberg Cottbus

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Risikospiel Babelsberg 03 gegen Energie Cottbus. Foto: Jan Kuppert/Archiv

Potsdam/Frankfurt(dpa/bb) - Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat einen Antrag beim eigenen Verbandsgericht auf ein Verfahren gegen den Regionalligisten Babelsberg 03 gestellt. Parallel dazu gab das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den 27. Februar als Termin für die Revision des Kontrollausschusses gegen das Urteil des NOFV-Verbandsgerichts gegen Energie Cottbus bekannt.
Das Verbandsgericht hatte das Urteil des NOFV-Sportgerichts vom 24. November 2017 gegen Energie wegen der rassistischer und andere Vorkommnisse beim Meisterschaftsspiel gegen Babelsberg am 28. April 2017 aufgehoben. Gegen die Verfahrens-Einstellung hatte der DFB-Kontrollausschuss Revision eingelegt.
Energie war ursprünglich wegen eines «unsportlichen, diskriminierenden Verhaltens seiner Anhänger» vom NOFV-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro verurteilt und mit weiteren Auflagen belegt worden. Dagegen hatte der Verein erfolgreich Berufung beim Verbandsgericht des NOFV eingelegt.
Streitpunkt im Fall Babelsberg ist ein verhängtes Strafgeld in Höhe von 7000 Euro, die der Viertligist nicht zahlen will und damit eine Spielsperre riskiert. Das Abbrennen von Pyrotechnik und «Nazischweine»-Rufe der Babelsberger Fans bei diesem Spiel gegen Cottbus sind Gegenstand der Auseinandersetzung.
Der Antrag des NOFV-Präsidiums an das Verbandsgericht, «die Mannschaft des SV Babelsberg 03 in der Regionalliga Nordost bis zur Erfüllung der Zahlungspflichten vom Meisterschaftsspielbetrieb zu sperren», habe den Verein am Dienstag erreicht. «Zudem wird uns durch NOFV-Gerichtspräsident Jürgen Lischewski mitgeteilt, dass er uns bis zum 14. Februar Gelegenheit zu Stellungnahme gibt», hieß es in einer Pressemitteilung der Babelsberger.
Der Regionalligist akzeptiert das Urteil wegen des Abrennens von Pyrotechnik. Er wendet sich aber dagegen, dass es in der Urteilsbegründung des NOFV eine Gleichsetzung zwischen den Naziparolen der Cottbuser Fans und der Abwehr darauf durch die eigenen Anhänger («Nazischweine raus») gegeben hätte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. Februar 2018